Muster liquidation gmbh co kg

Sofern sich allerdings nach Löschung der Gesellschaft herausstellt, dass im Zeitpunkt der Löschung noch Gesellschaftsvermögen vorhanden war oder noch andere Abwicklungsmaßnahmen nötig sind, muss eine sogenannte Nachtragsliquidation durchgeführt werden. Jeder Gesellschafter, Rechtsnachfolger eines Gesellschafters oder nicht befriedigter Gläubiger der GmbH kann die Nachtragsliquidation beantragen. Stellt sich nachträglich heraus, dass doch noch bisher unentdecktes Vermögen vorhanden ist, muss eine Nachtragsliquidation durchgeführt werden. Sollte sich nach Beendigung der Liquidation herausstellen, dass die Gesellschaft doch noch über Vermögen verfügt bzw. noch Abwicklungsmaßnahmen durchzuführen sind, ist die Gesellschaft für die Dauer der Liquidation mit denselben Liquidatoren als aufgelöste, in Liquidation befindliche Gesellschaft wieder zur Eintragung im Handelsregister anzumelden. Unabhängig von einer Anmeldung kann das Registergericht das Handelsregister während der Nachtragsliquidation gem. § 395 Abs. 1 FamFG von Amts wegen berichtigen, d.h. die unrichtige Löschung löschen. Die Löschung im Handelsregister beeinträchtigt die Parteifähigkeit und Prozessfähigkeit so lange nicht, als die Rechtsverhältnisse einer Personengesellschaft mit Dritten noch nicht abgewickelt sind. Der Untergang der Parteifähigkeit und Prozessfähigkeit einer Personengesellschaft setzt nämlich deren Vollbeendigung voraus. Die Löschung hat lediglich deklaratorische Wirkung, so dass das Fehlen von Aktivvermögen für die Vollbeendigung maßgebend ist. Ist im Gesellschaftsvertrag einer GbR bestimmt, dass nach dem Ausscheiden eines Gesellschafters die Gesellschaft unter den verbleibenden Gesellschaftern fortgesetzt wird, und scheidet der vorletzte Gesellschafter aus der GbR aus, so führt dies zur liquidationslosen Vollbeendigung der Gesellschaft.

[7] Der Zustand der Insolvenz einer Gesellschaft kann für einen Unternehmer die Krise bedeuten, wenn er keine weiteren erfolgreichen Unternehmungen hat. Dubiose Unternehmensberater, auch als “Unternehmensbestatter” bezeichnet, nutzen diese Krisensituation häufig aus und versprechen mehr, als die rechtliche Lage zulässt. Sie schlagen zweifelhafte Methoden, wie etwa die Verschmelzung mit anderen Gesellschaften, den Wechsel des Geschäftsführers oder den Verkauf von Anteilen vor, um die Insolvenz zu verschleppen oder zu verschleiern. Hierbei besteht die Gefahr, dass aufgrund der Verschleppungshaftung das private Vermögen der Geschäftsführer haftbar gemacht wird. Es ist empfehlenswert, diese Unternehmensberater zu vermeiden, um nicht in die Illegalität abzurutschen. Meistens handelt es sich bei diesen Dienstleistern nicht um Anwälte, sodass es an der fachlichen Kenntnis und anwaltlicher Haftungsübernahme mangelt. Wir schlagen Ihnen den anwaltlichen Beistand mit einer legalen, transparenten und fachgerechten Lösung, etwa der Auflösung oder Löschung ohne Sperrjahr, vor. . Aus der gesellschaftsrechtlichen Perspektive ist die Liquidation oder Abwicklung der Beginn des Zeitraumes nach der Auflösung der Gesellschaft oder des Vereins, durch den sie zur tatsächlichen Vermögenslosigkeit geführt werden, um die Vollbeendigung ihrer Existenz durch registerliche Löschung zu ermöglichen.

Es handelt sich also um die zweite Phase der Beendigung einer Gesellschaft oder eines Vereins, ihr vorauszugehen hat rechtsformunabhängig die Auflösung, ihr folgt die Löschung im Register.